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Philosophie Im
vollen Bewusstsein, dass es sich um eine "andere" Drum-Site handelt,
möchte ich euch noch einige Erfahrungen mitteilen, die sich
normalerweise dem "normalen" Musiker-Gesprächsstoff entziehen!
Musik machen ist für mich
eine transzendente Erfahrung. Egal ob ich Rockmusik oder
Meditationsmusik mache - Musik vermittelt unterschiedliche Facetten ein
und der gleichen Erfahrung. Man wird "selbst" zur Musik, wenn man lernt,
in der Gegenwart zu sein.
Philosophisch gesprochen werde ich selbst zum "übergeordneten" Prinzip,
das das Hörbare ausdrückt. Dieses übergeordnete "Prinzip" scheint
- so möchte ich es hier beschreiben - außerhalb von Raum und Zeit zu
liegen. Und die Identifikation mit diesem Prinzip hat
"Unsterblichkeitscharakter".
Musik selbst - insbesondere der "Groove" - verschafft auf einem
merkwürdigen Weg diese spirituelle Erfahrung - wenn wir wirklich nur das
Ohr öffnen und alles andere abstellen können.
"Groove"
Die existenzielle
Erfahrung ist außerordentlich. Es "groovt" - wenn die "Maschine" rund
läuft und das Bewusstsein im Zusammenspiel von taktilem Feingefühl,
Feedback (bin ich noch auf dem Punkt?) und dem "reinen Hören" - aufgeht
- oder besser noch - "eins" wird mit allem Seienden.
"Groove" trainieren ist
also so etwas wie eine spirituelle Tiefenerfahrung fördern. Das ist
ähnlich wie eine ZEN-Schule. Ganz Japan hat sich "dem Weg" verschrieben
- durch ZAZEN (Sitzen in Stille), durch Bogenschießen, Blumenstecken
(IKEBANA) usw. Es gibt also mehrere Wege - zur Erleuchtung zu kommen.
Das funktioniert übrigens auch dem "Groove" - und meiner Meinung nach
ist "Groovetraining" ein Königsweg. Freilich die Trommel selbst ist
schon absolut magisch. Urvölker aller Länder benutzten (und benutzen
heute noch) die Magie der Trommel für Zeremonien aller Art. Metaphysisch
soll dabei erreicht werden, dass jedes Stammmitglied eins wird mit einer
(übergeordneten) Absicht. Falls meine Worte nicht ausreichen - diesen
Vorgang zu beschreiben - so verzeiht mir das, denn Worte sind nur ein
fader Abklatsch dessen, was "Realität" sein kann.
Was daran
interessant ist - durch planvolles Herantasten an taktil nächstliegende
Übungszyklen (wie sie in den Übungsroutinen meiner "universellen
Lernmethode" zu finden sind) kann Groove trainiert werden.
Irgendwann einmal schaltet das Gehirn hab - und statt der Frage -
welchen Break könnte ich denn schon wieder einwerfen - tut sich ein Tor
ganz anderer Art auf:
Ich will nur noch den Groove
- musikalische Abwechslung der "groben Art" durch Tonwechsel oder gar
Rhythmuswechsel wird nervig dort - wo wir eintauchen und umgeben sind
von Groove...
Da man sowieso nicht zweimal in den gleichen Fluss steigt - ist
Abwechslung dennoch da...
... nämlich dort, wo die Aufmerksamkeit am"Groove-Wind" segelt.
Schnelle Feedbackzyklen - regeln sofort nach - im Mikrobereich. 100%
Präsenz, 100% Flow!
Hoffentlich kommt da kein Mitmusikant der Sorte "Hoppla was kommt jetzt"
auf die Idee dazwischen zu funken.
Leider ist das die Regel...
Ich habe im Laufe meines Lebens viele Musiker getroffen - die immer noch
nicht verstehen können, das sich "Das Groove-Glück" aus einem einzigen "Pattern"...
ergießt - leider machen viele
dieses Glück durch jähe musikalische Gebärden völlig zunichte.
Abwechslung ist gut und schön - aber nur dann wenn ein Groove vorhanden
ist - wenn keiner da ist - kann man einfach zuhause bleiben...
Der "Aufmerksamkeits-Turn-Around"
- die Übung für neue Erfahrungen!
In meinem
Drum-Unterricht trainiere ich den "Aufmerksamkeits-Turn-Around". Das ist
eine vom "Kegelprinzip" (in meiner Drumschule erkärt) abgeleitete
Trainingsmethode, um sich - planvoll - nur auf ein "Ding" gleichzeitig
konzentrieren zu müssen.
Bei einer normalen "Hand-to-Hand"-Figur
- achtet man eben nicht gleichzeitig auf alles - sondern 8 Takte:
nacheinander jeweils:
A - nur auf die
Lautstärke (beider Hände) + regelt nach*
B - nur auf die Klangfarbe der Schläge (beider Hände) + regelt
nach*
C - nur auf die gleichen Schlag-Abstände + regelt nach*
Nachregeln* bedeutet - die normalen minimalen Abweichungen wieder
ausgleichen!
Wenn man bei C war - geht
es wieder weiter bei A - also ABC - ABC - ABC usw...
Diese Vorgehensweise hat eben den Vorteil - dass man nicht mehr "denken"
muss - sondern, weil ein Plan da ist - dem Ohr und nur dem Hören die
absolute Dominanz einräumen kann!
Wer Fragen hat
- diese sind herzlich willkommen. Bitte benutzen Sie das
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